Oberschulessen

Beschlossen auf der Sitzung vom 3. 4. 2017

„Der Bezirkselternausschuss Reinickendorf fordert die Schulen und das Be­zirksamt auf, an allen Oberschulen ein Essensangebot zu machen. Bei der Auswahl des Essensbetreibers sollte gewährleistet sein, dass ein nach­frageorientiertes und altersgerechtes Essen angeboten wird und es ein unbü­rokratisches Abrechnungsmodell ohne Vorbestellpflicht gibt. Der Essensbereich sollte einladend und kommunikativ zugleich gestaltet sein, anstatt klassischer Mensen im Mehrschichtbetrieb. Auch sollte sich das Es­sensangebot nicht auf die Pausenzeiten beschränken, sondern ebenfalls in Freistunden und nach Ende des Unterrichts eine Zeit lang weiterbestehen. Jede Schule sollte verpflichtend einen Essensausschuss besitzen, an dem El­tern, Schüler und Lehrer gleichermaßen beteiligt sind.“

Begründung:

Noch immer gibt es im Bezirk Oberschulen, die ihren Schülern kein Essensangebot machen. Gleichzeitig wird dieses Angebot an vielen Schulen nur wenig genutzt, was es für Dienstleister unattraktiv macht, eine Mensa vor allem auch an den kleineren Schulen zu betreiben.

Wir sehen einen wichtigen Grund für die geringe Nutzung darin, dass vielerorts das Angebot und Umfeld nicht den Bedürfnissen und der Nachfrage der Kinder ent­spricht.

Viele Kinder haben nach anstrengendem und forderndem Unterricht das Bedürfnis, sich mit ihren Mitschülern auszutauschen. An den meisten Mensen ist das nicht mög­lich, da hier nur der Zutritt hat, der auch isst und auch nur solange er isst, damit der Platz für den nächsten möglichst schnell wieder frei wird. Für die Schüler wird so nicht ersichtlich, warum das Essen in der Mensa besser sein soll als in einem klassi­schen Schnellrestaurant. Eine Ausweitung der Essenszeiten auch auf Freistunden und die Zeit nach Unterrichtsschluss könnte helfen, den Zeitdruck und Platzmangel in den Mensen etwas zu entspannen.

Auch entspricht das Essensangebot in der Regel nicht dem, was die Jugendlichen sich wünschen, so dass sie lieber außerhalb der Schule an der nächsten Imbissbude ihr Taschengeld ausgeben. Hier sind plakative Forderungen nach „gesundem voll­wertigen Mittagessen“ leider oft kontraproduktiv. Bürokratische Abrechnungsverfah­ren sowie die oftmals bestehende Pflicht zur Internetvorbestellung macht außerdem ein spontanes Essen, „wenn man Hunger hat“, unmöglich.

Schließlich hat jede Schule andere Voraussetzungen, was bauliche Einrichtungen ebenso wie die Zusammensetzung der Schülerschaft angeht. Ein Überstülpen eines einheitlichen Essenskonzepts auf alle Schulen halten wir deshalb nicht für sinnvoll. Jede Schule sollte deshalb verpflichtend einen Essensausschuss besitzen, der unter Beteiligung aller über die Möglichkeiten eines für diese Schule optimalen Essensan­gebots befindet.

Wir wünschen uns einen offenen Essensbereich, zu dem jedes Kind Zutritt hat, auch wenn es nicht isst, mit einer einladenden kommunikativen Umgebung, damit man sich auch unterhalten kann, ohne den Zeitdruck, den Platz für den Nächsten freima­chen zu müssen. Außerdem wünschen wir uns ein Essensangebot, welches den Kin­dern schmeckt, nicht den Eltern oder dem Essensanbieter, ohne dabei die Aspekte der gesunden Ernährung zu vernachlässigen.

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